mit einem Abstecher in die Eiszeit
Bei angenehmem Herbstwetter starteten wir die Wanderung in Kleinwangen Oberdorf und wanderten hangaufwärts Richtung Ibenmoos. Nach Durchquerung eines mächtigen Buchenwaldes standen wir unvermittelt vor der Wahlfahrtskapelle Maria zum Schnee. Auf dem Brunnen des Vorplatzes richtet der bronzene Pilger Jakobus von Rolf Brem seinen Blick auf das Kirchlein. Der Ort liegt idyllisch an einem von Bäumen gesäumten kleinen Weiher. Weiter ging es über offenes Land mit schönem Blick in die Bergwelt. Schon bald konnten wir von Weitem die auf einem Hügel liegende Kommende Hohenrain erkennen. Dort angelangt machten wir im Hof der Kommende unsere Mittagsrast. Anschliessend wanderten wir über Oberebersol nach Ottenhusen, vorbei am stattlichen Haus Leu, einer Mischung aus Landsitz und Bauernhaus. Nun war es nicht mehr weit nach Ballwil. Bei der dortigen Kiesgrube der Firma Lötscher Kies + Beton AG wartete bereits Martin Lötscher, Geologe und Betreiber der Kiesgrube, auf uns. Von ihm erfuhren wir einiges über den Kiesabbau und darüber, wie die Gletscher die Landschaft geformt und heute noch sichtbare Spuren hinterlassen haben. Die umliegende Moränenlandschaft zeugt davon. Im Jahr 2006 stiess man in der Kiesgrube auf einen zwei Meter langen Mammutzahn, der sich heute im Naturhistorischen Museum Luzern befindet. Sehr viele weitere Informationen kann man dem Projekt «Erlebnis Eiszeit» in der Kiesgrube entnehmen. Leider schritt die Zeit viel zu schnell voran. Wir wanderten daher weiter nach Eschenbach, wo wir uns vor der Heimfahrt im Café Brioche stärkten. Für einen Besuch der ebenfalls von Martin Lötscher mitgestalteten «Arena der sprechenden Steine» beim Kloster Eschenbach (www.arena-der-steine.ch) reichte es diesmal nicht. Ein Grund mehr, um bei späterer Gelegenheit nochmals einen Abstecher in die Steinwelt von Ballwil/Eschenbach zu machen.
Bericht: Wanderleiterin Irene Hofer
Fotos: Hartmut Harnisch
Um alle Fotos der Galerie und diese auch grösser anzusehen, bitte auf ein Bild klicken.